Familien-Gartenprojekt: Gemüse gemeinsam anbauen
Unser kleines Familien-Gartenprojekt – Pflanzen, Warten und Staunen
Es gibt kaum etwas Schöneres, als gemeinsam mit den Kindern etwas wachsen zu sehen. Genau das erleben wir aktuell jeden Tag aufs Neue – mitten im Wohnzimmer, im Büro, draußen vor der Tür und sogar in der Garage hat unser kleines Gartenprojekt seinen Anfang genommen. Was zunächst als einfache Idee begann, hat sich inzwischen zu einer richtigen Leidenschaft entwickelt: Wir pflanzen, beobachten, pflegen – und vor allem warten wir gespannt auf die nächsten kleinen Wunder der Natur.
Der Anfang: Chilis im Wohnzimmer
Alles begann mit einer Packung Chilisamen – genauer gesagt Jalapeños, die wir ganz unkompliziert bei Netto entdeckt haben. Ohne lange zu überlegen, haben wir uns entschieden, es einfach auszuprobieren.
Die Samen landeten in einem etwa 40 cm großen Topf, den wir im Wohnzimmer aufgestellt haben. Wichtig war uns dabei vor allem eines: ein warmer, sonniger Platz. Direkt am Fenster, wo die Sonne tagsüber schön hineinscheint, fühlen sich die kleinen Samen nun hoffentlich richtig wohl.
Jeden Tag schauen wir nach, ob sich endlich etwas zeigt. Noch ist Geduld gefragt, aber genau das macht es auch so spannend. Für die Kinder ist es fast wie ein kleines tägliches Abenteuer – „Ist schon was zu sehen?“ gehört inzwischen zur festen Routine.
Tomaten aus Resten – Upcycling mal anders
Ein echtes Highlight unseres Projekts sind die Tomaten, die wir aus ganz gewöhnlichen Küchenresten gezogen haben. Nach einem Döner-Essen blieben ein paar Tomatenstücke übrig – statt sie wegzuwerfen, haben wir kurzerhand die Samen herausgenommen und in kleine Aufzuchttöpfe gesetzt.
Und tatsächlich: Nach einiger Zeit sind daraus bereits zwei kleine Tomatenpflanzen entstanden, die inzwischen etwa 5 cm groß sind. Für uns ist das jedes Mal wieder faszinierend – aus etwas, das eigentlich im Müll gelandet wäre, wächst neues Leben.
Diese kleinen Pflanzen stehen aktuell im Büro am Fenster. Dort bekommen sie genügend Licht und haben ihren eigenen kleinen Platz, wo sie in Ruhe wachsen können.
Neue Hoffnung: Cherrytomaten aus dem Supermarkt
Natürlich wollten wir noch mehr ausprobieren. Also haben wir zusätzlich Samen aus Cherrytomaten genommen, ebenfalls aus dem Netto, und in einen kleinen Topf gepflanzt – ähnlich wie bei den Chilis.
Hier heißt es aktuell vor allem: warten. Und genau das fällt uns ehrlich gesagt gar nicht so leicht. Jeden Tag wird geschaut, gegossen und gehofft, dass sich endlich die ersten kleinen grünen Spitzen zeigen.
Doch genau diese Ungeduld gehört irgendwie dazu. Sie macht den Moment, wenn es dann endlich soweit ist, nur umso schöner.
Tägliche Kontrolle – ein Ritual mit den Kindern
Was dieses Projekt besonders macht, ist die gemeinsame Zeit mit den Kindern. Jeden Tag gehen wir zusammen alle Pflanzen durch:
- Haben sich neue Blätter gebildet?
- Ist die Erde noch feucht genug?
- Stehen die Töpfe gut in der Sonne?
Diese kleinen Kontrollen sind inzwischen ein festes Ritual geworden. Die Kinder lernen dabei ganz nebenbei, Verantwortung zu übernehmen und ein Gefühl für Natur und Wachstum zu entwickeln.
Und ganz ehrlich: Auch für uns Erwachsene ist es eine schöne Abwechslung zum Alltag.
Überraschung in der Garage: Radieschen von 2022
Ein besonders spannender Fund wartete in der Garage auf uns: Eine alte Packung Radieschensamen – abgelaufen im Jahr 2022.
Eigentlich hätten wir sie wahrscheinlich weggeworfen, aber wir dachten uns: Warum nicht einfach ausprobieren?
Also haben wir die Samen in einen länglichen Topf gepflanzt – etwa 1 Meter lang und 20 cm breit. Und siehe da: Es hat funktioniert!
Bereits nach kurzer Zeit sind die ersten kleinen Pflänzchen zu sehen – aktuell etwa 7 Stück, ungefähr 1 cm groß. Sie stehen draußen in der Sonne und scheinen sich trotz der noch etwas kühleren Temperaturen richtig wohlzufühlen.
Das zeigt uns: Auch ältere Samen können oft noch keimen – man muss es einfach versuchen.
Kartoffeln im großen Topf
Ein weiteres spannendes Experiment sind unsere Kartoffeln. Dafür haben wir zwei große, runde Töpfe vorbereitet – jeweils etwa 60 cm breit und 60 cm tief.
Darin wachsen nun unsere Kartoffelpflanzen. Auch hier gilt: tägliche Kontrolle ist Pflicht. Gemeinsam mit den Kindern schauen wir nach, ob sich etwas verändert hat.
Kartoffeln sind besonders interessant, weil man lange nichts sieht – und dann plötzlich passiert alles auf einmal. Genau das macht es so spannend.
Ordnung muss sein: Unser Gartentag am Samstag
Neben dem Pflanzen und Beobachten gehört auch die Pflege dazu. Deshalb haben wir einen festen „Gartentag“ eingeführt: Jeden Samstag kümmern wir uns gemeinsam um alles.
Ich und meine beiden Jungs entfernen das Unkraut, lockern die Erde und sorgen dafür, dass alle Töpfe sauber und ordentlich bleiben. Das ist zwar manchmal etwas Arbeit, macht aber zusammen richtig Spaß.
Und ganz nebenbei lernen die Kinder, dass Pflanzen nicht nur wachsen, sondern auch gepflegt werden müssen.
Der Blick nach vorne: Neue Projekte stehen an
Natürlich bleibt es nicht bei dem, was wir bisher gepflanzt haben. Ganz im Gegenteil – wir haben noch einiges vor!
Ein großer Topf mit etwa 70 cm Durchmesser und entsprechender Tiefe steht bereits bereit. Darin möchten wir Kürbis anpflanzen. Dafür wollen wir Erde aus der Miste verwenden – also besonders nährstoffreiche Erde, die den Pflanzen einen guten Start ermöglicht.
Außerdem planen wir noch:
- Zucchini anzupflanzen
- Gurken zu ziehen
Beides sind Pflanzen, die ebenfalls gut in Töpfen wachsen können und sich ideal für unser kleines Gartenprojekt eignen.
Warum sich das Ganze lohnt
Auch wenn es manchmal Geduld erfordert und nicht immer alles sofort klappt, lohnt sich unser kleines Gartenabenteuer in vielerlei Hinsicht.
1. Gemeinsame Zeit
Das Wichtigste ist die Zeit mit den Kindern. Gemeinsam etwas aufzubauen, zu pflegen und wachsen zu sehen, schafft Erinnerungen, die bleiben.
2. Lernen durch Erleben
Die Kinder lernen ganz praktisch, wie Pflanzen wachsen, was sie brauchen und wie wichtig Pflege ist.
3. Nachhaltigkeit
Aus Küchenresten neue Pflanzen zu ziehen oder alte Samen zu verwenden zeigt, dass man nicht immer alles neu kaufen muss.
4. Freude an kleinen Erfolgen
Jeder kleine Keimling ist ein Erfolgserlebnis – und davon gibt es viele.
Fazit: Ein Projekt, das weiter wächst
Was als kleine Idee begonnen hat, ist inzwischen ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Ob im Wohnzimmer, im Büro oder draußen – überall wächst und gedeiht es.
Wir freuen uns jeden Tag über neue Fortschritte, lernen ständig dazu und haben vor allem eines: Spaß.
Und das Beste daran? Wir stehen erst am Anfang. Viele weitere Pflanzen warten darauf, eingesetzt zu werden, und wir sind gespannt, was die nächsten Wochen und Monate bringen.
Eines ist sicher: Unser kleines Gartenprojekt wird weiter wachsen – genau wie unsere Begeisterung dafür. 🌱